Vostok Europe Rocket

Große Geschichte, eigenes Uhrwerk

Vostok-Europe, ein Uhrenhersteller, der sich 2004 das erste Mal auf der Baselworld präsentierte, beschritt in eineinhalb Jahren einen Weg von der Entwicklungsskizze zur zuverlässig funktionierenden Uhrenfirma, mit einem Vertriebsnetz - angefangen bei den meisten westeuropäischen Ländern, darunter Deutschland, bis nach Südostasien. Vostok Europe ist eine Tochtergesellschaft der fünftgrößten Uhrenfabrik der Welt, in der 4000 Mitarbeiter etwa eine Million Uhrwerke im Jahr produzieren. Während der Werkehersteller Vostok im russischen Chistopoi beheimatet ist, hat Vostok Europe in der litauischen Hauptstadt Vilnius ihren Sitz. Die deutsche Generalvertretung ist die P. Maier GmbH in Heidenheim (Tel.: 0 73 21 /94 81 23, www.vostokeurope.de).
Für den Aufbau einer individuellen Uhrenkollektion verbindet Vostok Europe ein eigenes Designkonzept mit Uhrwerken aus ChistopoI. Zu diesem Zweck wird auch das Vostok-Basiskaliber 2416 speziell für den Uhrenhersteller modifiziert, zum Beispiel mit GMT-, Tag/Nacht-, TaglDatumoder Gangreserve-Anzeige. Für das neue Kaliber 2426 hat Vostok Europe sogar die Werkentwicklung finanziert. Dieses nun Vostok-Europe-eigene Automatik-Werk verfügt neben der normalen Zeitanzeige über einen zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger aus der Mitte und eine Datumsindikation.

Es kommt zum ersten Mal in der neuen »Rocket N 1« zum Einsatz. Ausgestattet mit einer drehbaren Lünette mit 24-Stunden-Skala, erinnert die Form ihres Gehäuses an die sowjetische Rakete N 1, weiche für die Realisierung des Mondprogramms gebaut wurde. Der Zeitmesser kostet etwa 140 Euro.
Auch »Arktika«, deren viereckiges, kantiges Edelstahlgehäuse dem Schiffsrumpf des berühmten Eisbrechers nachempfunden ist - wird von Vostok Europe in diesem Frühjahr neu lanciert. Nieten auf dem Gehäuse, ein wellenförmiges Relief auf dem Zifferblatt sowie der Sekundenzeiger in Form eines Ankers betonen den maritimen Stil des Zeitmessers. Im Innern tickt das verzierte Vostok-Kaliber 2432. Auf dem Zifferblatt gibt es eine zweifarbige Tag/Nacht-Anzeige, 24-Stunden-Disk und Datum. Das alles für etwa 130 Euro.
Weitere Neuheiten 2005 von Vostok Europe sind »AN-225 MRIYA« und das schwarze PVDbeschichtete Gehäuse der »K-3 Submarine« - beide Uhren mit dem Kaliber 2432. Während der eine Zeitmesser der Jumbo-Königin gewidmet ist, erinnert der zweite an das erste atomgetriebene sowjetische U-Boot. Überhaupt lehnt sich jede Modell-Linie von Vostok Europe an eine besondere Geschichte an und interpretiert sie mit speziellem Design. Bisher ist kein Zeitmesser - mit Ausnahme einer Sonderedition - teurer als 150 Euro.
Arktika 2432-50 Rocket N1 2426-47